Stil & Design

Kurzgeschichten über Design: Schmidt Groupe

Design entsteht aus einer Epoche, einem Bedürfnis und einer sich wandelnden Lebensweise. Jede seit 1946 entworfene Kreation spiegelt eine Gesellschaft im Wandel wider, ihre Bestrebungen, ihre Zwänge und ihren Wunsch nach einem besseren Leben.

„Short Stories of Design“ ist die Geschichte der Gegenstände, die zunächst französische und später europäische Haushalte bereichert haben, Gegenstände, die Trends gesetzt und Designstile geprägt haben. Und implizit ist es die Geschichte dessen, wer wir geworden sind, Generation für Generation.

1946

Lilli

Hier ist der erste Name einer langen Reihe von Sideboards.

Lilli bildet den Auftakt zu einer langen Reihe von Möbelstücken, die alle nach Personen benannt werden. Heidi, Carmen, Herta, Marta, Sonja, Senta, Astrid, Brigitte… Diese Sideboards, zunächst aus Eiche, später aus Laminat,  waren praktisch und modern und gehörten bis weit in die 1980er Jahre hinein zur Grundausstattung französischer Haushalte.

Bevor er sich der Möbelherstellung zuwandte, baute Schmidt Einfamilienhäuser im Saarland.

1959

Prestige 150

Das Schmidt-Team entwickelte den „Prestige 150“, der später zu einer Ikone der französischen Küchen werden sollte. Seine Lichtleiste, der eingebaute Spiegel und das Thermometer, diese Details prägten eine ganze Generation von Küchen. Der „Prestige 150“ verkörpert das funktionale Design der „Trente Glorieuses“ und den Traum der französischen Haushalte von modernen Haushaltsgeräten.

1965

Formica

Gelb, blau, grün: Bei Sideboards setzt man auf Formica, das moderne und praktische Laminat, das mittlerweile aus Küchen nicht mehr wegzudenken ist. Formica ist pflegeleicht und langlebig und verkörpert den Traum französischer Haushalte, wenn es um die Einrichtung geht. Ob freistehend oder an der Wand montiert, von Einfamilienhäusern in Vororten bis hin zu Wohnungen, jeder hat ein Sideboard aus Formica. Es markiert den Beginn der Standardisierung.

1975

Die voll ausgestattete Küche

Vorbei sind die Zeiten des Buffets. Es lebe die Einbauküche. Ober-und Unterschränke, die nach dem Zusammenbau eine komplette, oft L-förmige Küche bilden.

Zunächst dominierte massive Eiche, gefolgt von Laminat. Dies markierte den Beginn der maßgefertigten Küche, die nicht mehr nur als Möbelstück, sondern als echtes Innenarchitekturprojekt konzipiert wurde.

Zur Einführung dieser Produktinnovation veröffentlichte die Schmidt Groupe ihren ersten Katalog, eine 8-seitige Vollfarbbroschüre.

1990

Die offene Küche

Die Küche geht direkt in das Wohnzimmer über. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Quadratmeterpreise hat sich die offene Küche zu einer Möglichkeit entwickelt, den Platz in Häusern und Wohnungen optimal zu nutzen.

Dieser offene Raum wird zum Herzstück des Zuhauses, ein einladender Ort zum Kochen, Beisammensein und Gäste empfangen.

In den 1990er- und 2000er-Jahren existierten zwei Stile nebeneinander: einerseits der moderne Lack- und Hochglanzstil, andererseits der provenzalische „Rechampi“-Stil.

1998

Küchen-Sets

Schmidt erschließt einen neuen Markt: Selbstbauküchen für den Massenhandel und als Einstiegsangebot für Cuisinellà. EMK (L’Européenne de Meubles en Kit) bietet 57 Module an, die innerhalb einer Woche an Möbelhändler geliefert werden. Diese innovative Produktlinie, die sich von vormontierten Küchen unterscheidet, richtet sich an einen breiteren Kundenkreis mit knapperem Budget. Das Projekt wurde 2015 eingestellt: Schmidt konzentrierte sich wieder auf sein Kerngeschäft, maßgefertigte Küchen und exklusive Filialnetze.

2001

Farbe

Jahrzehntelang waren Küchenschränke weiß. Nur die Schrankfronten sorgten für einen Hauch von Farbe. Schmidt bricht mit dieser Tradition und bietet Schränke in einer Vielzahl von Farben an: Grau, Anthrazit, Taupe, Holz … Jetzt lassen sich für jede Küche unzählige Kombinationen aus Schrankfronten und Inneneinrichtungen entdecken. Das Öffnen eines Schranks wird zum ästhetischen Erlebnis. Diese Innovation markiert einen neuen Meilenstein in der Individualisierung: Maßgeschneidertes Design macht nicht mehr an den Türen Halt – es erstreckt sich bis ins Innere des Schranks.

2005

Die ersten Speicherlösungen

Schmidt erweitert sein Angebot über den Küchenbereich hinaus auf das gesamte Zuhause. Angefangen bei den ersten begehbaren Kleiderschränken über maßgeschneiderte Grundrisse bis hin zu Einbauschränken: maßgeschneiderte Lösungen für jeden Raum und jeden Bedarf. Diese Diversifizierung markiert einen strategischen Wendepunkt. Schmidt begnügt sich nicht mehr damit, lediglich Küchen auszustatten; die Unternehmensgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das gesamte Zuhause mit dem gleichen Engagement für Qualität und Individualisierung zu gestalten.

2008

In&Out

Diese Küche verbindet den Innenbereich mit dem Außenbereich, das Haus mit dem Garten. Mit ihren luftigen Beinen und Metallrahmen vereint die Serie „In&Out“ eine markante Ästhetik mit durchdachter Ergonomie. Ein Jahr später erhielt Schmidt für diese Serie den „Janus de l’Industrie“, einen offiziellen französischen Designpreis, der seit 1953 verliehen wird, eine Auszeichnung, die Schmidts Fähigkeit würdigt, mit immer moderneren und stilvolleren Designs kontinuierlich neue Wege zu beschreiten.

2008

„Temptations“-Kollektion

Eine moderne, werkseitig montierte Küche ab 4.000 €: Mit der Kollektion „Tentations“ beweist Cuisinella, dass schlichtes, trendiges Design nicht nur etwas für diejenigen mit großem Budget ist. Mit 180 Schrankvarianten, hochwertigen Arbeitsplatten und trendigen Oberflächen zeigt das Unternehmen, dass man schlicht gestalten kann, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen.

2018

Cuisinella revolutioniert die Art und Weise, wie wir sie nutzen

Verlängern Sie die Arbeitsfläche bei Bedarf, bewahren Sie Obst und Gemüse außerhalb des Kühlschranks auf und sparen Sie Platz mit ausziehbaren Ablagen – ideal für die kleinsten Wohnungen: Cuisinella bringt Lösungen auf den Markt, die ebenso funktional wie überraschend sind und auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Alltags zugeschnitten sind. Design ist die Verschmelzung von Form und Funktion, entstanden aus der Beobachtung, wie Menschen ihre Räume nutzen.

2022

Digitaldruck

Das ist eine Premiere auf dem französischen Küchenmarkt. Wir bringen digital bedruckte Schranktüren und Spritzschutzwände auf den Markt, mit denen unsere Kunden jedes beliebige Motiv auf unsere Möbel drucken und so ihrer Küche, ihrem Badezimmer oder ihrem begehbaren Kleiderschrank eine auffällige Note verleihen können.

Für diese Markteinführung arbeiten wir mit Christian Lacroix zusammen, der der Marke Schmidt seinen „Couture“-Touch verleiht. Seitdem arbeiten wir regelmäßig mit Künstlern zusammen, um unseren Produkten noch mehr Persönlichkeit zu verleihen.

2024

„Spoon & Room“ und die perfekte Kücheninsel

„Spoon & Room“ verkörpert Schmidts Antwort auf die Gesundheitskrise: vielseitige, unauffällige Möbel, die für kleine Räume optimiert sind. Die perfekte Kücheninsel, erhältlich in zwei Größen, fügt sich nahtlos in jeden Raum ein. Ob als Küchenarbeitsplatte, Homeoffice-Schreibtisch oder Essbereich, dieses Möbelstück passt sich neuen Lebensstilen und den Gegebenheiten städtischer Wohnungen an. Die Marke wird 2026 eingestellt, doch der Innovationsgeist lebt weiter.

2025

Die zentrale Insel

Einst war die Kücheninsel den High-End-Küchen vorbehalten, doch mittlerweile findet sie immer breitere Verbreitung. Ob es sich nun um eine mobile Insel auf Rollen von Cuisinella oder um ein markantes, unverwechselbares Designstück von Schmidt handelt, die Insel wird immer multifunktionaler: als Arbeitsfläche, als Ort der Geselligkeit, als Homeoffice-Bereich oder als Schreibtisch für die Kinder. Stauraum ist vollständig in die Küche integriert.

2026

Millimetergenaue Sparrenneigungen

Auf Dachböden und unter Treppen nutzen Schmidt und Cuisinella Räume, die das Potenzial bieten, zusätzliche Quadratmeter Stauraum zu gewinnen, mit maßgeschneiderten Lösungen, die bis auf den Millimeter genau geplant sind und jede architektonische Einschränkung in einen wohnlichen, funktionalen und ästhetisch ansprechenden Raum verwandeln.